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„Richtigstellung“ Bier, BBQ und Blutgrätschen 2.0 Drucken
Geschrieben von Janosch (Gastbeitrag)   
Mittwoch, 29. Juli 2009
Wir schreiben das Jahr 2009. Ganz Köln scheint fest in den Händen der Fans einer Fussballmannschaft zu sein … ganz Köln?
Weit gefehlt, junge und leidenschaftliche Anhänger zweier Traditionsvereine beschlossen vor ein paar Jahren die rot-weiße Alleinherrschaft zu durchbrechen und gründeten jeweils einen Fanclub ihres Vereins, Hannover 96 und Schalke 04.
Und so trafen sich die beiden Fanclubs, 96 Kölsch und die RheinPOTT Kanaken, zum zweiten Male, um unter dem Motto „Bier, BBQ und Blutgrätschen“ die Nummer 1 auf dem Fussballplatz unter sich auszumachen, aber vor allem, um ihre Freundschaft in diesem rot-weißen Meer zu feiern.

Nach dem schmachvollen Auftritt im letzten Jahr, über den ich keine weiteren Worte verlieren möchte, war es den 96igern dieses Mal scheinbar gelungen jeden „Roten“ in der Domstadt  zu mobilisieren.

Die RheinPOTT Kanaken hingegen hatten einige prominente Ausfälle zu beklagen. Vor allem das Fehlen des Präsident und „König des ruhenden Balls“, Andi Bode musste auf Seiten der Knappen kompensiert werden. Und so konnte voller Freude kurzfristig Michael Buss als Neuzugang vorgestellt werden. Buss, ein guter Freund der RheinPOTT Kanaken und ausgestattet mit einem genialen königsblauem Zeh, war gerade erst von einer 3 monatigen Meditationsreise aus Asien zurückgekehrt.
Und auch die restlichen anwesenden Knappen präsentierten sich in einem vorbildlichen körperlichen Zustand. Scheinbar angesteckt durch die allgemeine Aufbruchstimmung rund um den Verein und Felix Magaths Trainingsmethoden, hatten einige Spieler sogar die ganze Nacht ihre Muskulatur auf der Tanzfläche  des renommierten Fitnessstudios Underground trainiert, um dann am morgen vor dem Spiel noch bei einem Umzug in den 4. Stock zu helfen.

So konnte auch der einsetzende Regen und die Nachricht, dass Hannes Dietrich, quasi der Eggimann auf Seiten der 96iger, nur bedingt einsatzfähig sei, die Zuversicht bei den Blauen nicht mindern.
Damit die Zufuhr von isotonischen Getränken während des Spiels nicht zu kurz kommt und da auch einige Spieler der Roten schon ein gestandenes Alter erreicht haben, bestanden vor allem die 96iger auf zwei Halbzeiten, so dass man sich auf drei Mal 20 Minuten einigte.

Bei klassischem „Fritz Walter Wetter“ gingen beide Mannschaften in die ersten 20 min. Durch den strömenden Regen war ein abtasten nicht wirklich möglich und so entwickelte sich direkt ein Kick, der von beiden mit offenem Visier geführt wurde.
Und so nutzte der angeschlagene Stürmerstar Henrik Homberg, der vor dem Spiel extra fit getrunken wurde, die erste Unachtsamkeit in der noch unsortierten Schalker Abwehr zum 1:0 für 96.

Der frühe Rückstand und die zum Teil falsche Schuhwahl schienen das Spiel der Schalker noch etwas zu lähmen, auch wenn man im Verlaufe der ersten 20 Minuten zu ein paar ansehnlichen Chancen kam. Doch jedem war klar, diese Truppe hat noch mehr Luft nach oben, als Lothar Matthäus Telefonnummern von Schulmädchen.
Bereits mit dem ersten Halbzeitpfiff, machte sich dann auch zum ersten Mal die konditionelle Überlegenheit der Kanaken  bemerkbar. Während die Hannoveraner Spieler Richtung Bier und Bank schlichen, nutzte ein RheinPOTT Kanake die Pause, um mit dem Fahrrad nach Hause zu fahren und passendes Schuhwerk zu holen.
Mit dem nötigen Halt unter den Füßen stieg die Zuversicht der RheinPOTT Kanaken weiter und durch den aussetzenden Regen konnte nun auch die technische Überlegenheit ausgespielt werden, denn wie selbst der Gegner eingestehen musste, „war mehr Zufall im Spiel, als es noch regnete.“

Abgesichert durch Ulf Gärtner, den grauen Panther in der Schalker Abwehr, entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Angriff über Angriff rollte auf das Tor der 96iger, die sich, ähnlich wie im Profibereich, immer wieder bei ihrem überragenden Torhüter bedanken durften.
Doch so wie sich scheinbar Robert Enkes Fähigkeiten auf den Schlussman von 96 KÖLSCH zu übertragen schienen, so übertrug sich auch die Unfähigkeit der Schalker Stürmer auf ihre Fans.

Während die Hannoveraner sich darauf beschränkten, den Ball nur noch aus der eigenen Hälfte zu dreschen, vergaben die Schalker hochkarätige Chancen wie am Fließband.

Und so ging es, trotz eines gefühlten Ballbesitzes von 96% für Schalke und 04% für Hannover in die 2. Pause.
In den letzten 20 Minuten machten sich die vorher gelegten konditionellen Grundlagen immer stärker bemerkbar, denn die Knappen pressten die 96iger nun konsequent in die eigene Hälfte. Trotz  Dauerdrucks, verloren diese aber nicht die taktische Ordnung und vollführten ein Cattenacio in Perfektion, bei dem jeder italienische Trainer mit der Zunge schnalzen würde.
Großchancen nun im Minutentakt, doch irgendein roter Hintern schaffte es immer irgendwie zwischen Ball und Tor.
Und als man sich auf der Bank von 96 KÖLSCH schon bereit machte, den ersten Titel seit dem Pokalsieg 92 zu feiern, wurden die Schalker doch noch für ihre Mühen belohnt und durch den Ausgleich von Janosch Kratz erlöst..
Doch mit dem langersehnten Ausgleich gaben sich die RheinPOTT Kanaken nun nicht zufrieden. Denn während die vorher so stabile Abwehr der Roten wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrach, konnten die wie entfesselt wirkenden Blauen den Sieg nun förmlich riechen.

Und so dauerte es keine 3 Minuten bis Michael Buss und Jannis Albus das Schicksal der Hannoveraner durch einen Doppelschlag zum 3:1 Endstand besiegelten.

Und so ging die bereits am Grill warmgestellte Krawallbrause doch noch an die RheinPOTT Kanaken, die in diesem Duell der Fanclubs, welches auch ein „Duell der unterschiedlichen Spielsysteme“ (Quelle: kicker.de) war, einen würdigen Sieger darstellten.

Und nachdem das Vorprogramm beendet war, konnten sich beide Fanclubs endlich auf den Hauptgrund ihrer Zusammenkunft konzentrieren, Bier und BBQ, wobei auch endlich wieder reichlich Offensivaktionen der 96iger zu bewundern waren.
» 4 Kommentare
4Kommentar
am Mittwoch, 5. August 2009 15:20von el_venezolano
Großchancen nun im Minutentakt, doch irgendein roter Hintern schaffte es immer irgendwie zwischen Ball und Tor. 
 
Das war übrigens mein Hintern.......und denkt mal nicht, dass ein königsblauer Fleck meinen Hinterteil zierte....(da muss mehr an Wumm kommen), es wurde höchstens ein wenig ROT...... 
 
Vielen Dank für den Gastbericht. 
 
LG, Axel
3Kommentar
am Dienstag, 4. August 2009 16:10von daniel
Auch wenn natürlich elementare Tatsachen bewußt schwamimg formuliert wurden - ein großartiger Bericht!!!
2Kommentar
am Donnerstag, 30. Juli 2009 22:03von Hannes
Totz einiger inhaltlicher Mängel möchte ich diesem Rechtfertigungsversuch meine Anerkennung nicht verweigern. 
Wie immer gilt, die Wahrheit liegt irgendwo da draußen... - oder auf dem Platz. - oder auf dem Grunde einer Bierflasche.
1Kommentar
am Mittwoch, 29. Juli 2009 16:18von Heiner
Vor allem der letzte Satz und der "fit getrunkene" Herkel gefallen. 
 
Beste Grüße, Klaas
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