Spielberichte
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TuS Koblenz - Stuttgarter Kickers 0:0 (0:0) am 04.06.2005
| TuS Koblenz - Stuttgarter Kickers 0:0 (0:0) am 04.06.2005 |
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| Geschrieben von Klaas | |
| Samstag, 4. Juni 2005 | |
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Von Köln nach Koblenz fährt der geneigte Golf-II-Fahrer an einem sonnigen Sonntagnachmittag etwa 90 Minuten. Für die 110 Autobahnkilometer wurden Schröter und ich am Deutschen Eck mit einem Kick zwischen dem TuS Koblenz und den Stuttgarter Kickers belohnt. Der letzte Spieltag der Saison 2004/2005 stand in der Regionalliga Süd an und immerhin 2186 Zuschauer fanden den Weg in das Stadion Oberwerth. Zum ermäßigten Eintrittspreis von 6€ fanden wir einige Minuten nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Viktora den Weg in den Gästeblock, wo etwa sich 50 mitgereiste Kickers – Fans in der Sonne aalten. Das Stadion bietet auf der Westseite eine überdachte Haupt- und Vortribüne. Direkt daneben steht das Gros der TuS-Anhänger in der Südkurve, die über 90 Minuten versuchten ihre Mannschaft nach allen Kräften zu unterstützen. Immerhin hatte Koblenz zu Beginn der Saison als Aufsteiger lange auf den Aufstiegsplätzen verweilt und sich schon lange vor dem letzten Spieltag einen Mittelfeldplatz gesichert, so dass das letzte Heimspiel gegen die Schwaben der krönende Abschluss einer erfolgreichen Saison werden sollte. Für den Innenverteidiger Kresovic kam dieser Abschluss früher als erwartet. Verletzungsbedingt musste er bereits in der 38. Spielminute unter großem Beifall das Feld verlassen. Die Stuttgarter spielten im klassischen 4-4-2 System und während die Kicker auf dem Feld sich weitesgehend den Zweikämpfen entzogen, führten Wortwechsel der Kickers auf den Rängen mit dem rheinland-pfälzischen Ordnerpersonal zum Aufmarsch der Staatsgewalt. Etwa 15 Polizisten und zwei Hunde führten zu verstärkter Rudelbildung in der Südkurve, so dass die rote Karte für den Koblenzer Dzaka in der 44.Spielminute fast unterging. Er hatte sich zu einer Tätlichkeit auf Höhe der Mittellinie gegen den Mittelfeldspieler Barth hinreißen lassen. Schröter und ich nahmen nach der torlosen Halbzeit eine Stärkung in Form von Alster und leckerer Wurst hinter der unüberdachten Sitzplatztribüne zu uns und kehrten anschließend auf unsere mit Rasen überwachsenen Stehplätze zurück, um wieder Platz zu nehmen. Im zweiten Spielabschnitt plätscherte das Spiel weiter vor sich hin. Koblenz hatte vom 4-4-2 auf ein sehr defensiv ausgerichtetes 4-4-1 umgestellt und den Stuttgartern fällten Wille, Konzept und technische Fähigkeiten. Während auf dem Platz also wenig Nennenswertes geschah, versuchten sich grüne Uniformierte und blau-weiß gekleidete Zuschauer weiterhin in einem äußerst interessanten Sprachmix, um die Frage zu klären, ob die Behandlung der Mitgereisten aus Stuttgart angemessen sei. In der 80.Minute vergab der Eingewechselte Marchese die größte Chance der Gäste. Sein Versuch knallte an die Latte. Fünf Minuten später war es dann Torwart Gurski, der mit einem Reflex einen Mesic-Schuss aus kurzer Distanz noch über die Latte lenkte. Während das Spiel mit dem verdienten Endergebnis 0-0 abgepfiffen wurde, versuchten Schröter und ich unseren Weg Richtung Ausgang zu bahnen. Wie bei der Ankunft wollten wir hinter der Nordkurve den Ein- und Ausgangsbereich aufsuchen. Während ich durch den Innenraum gehen durfte, um noch den Pfand für Becher auszulösen, musste mein Fahrer den Weg um das Stadion herum nehmen, weil wir aus dem Bereich der „gewaltbereiten Stuttgarter“ kamen. Der Rückweg vom Deutschen Eck in die Heimat war weniger sonnig. Im Radio hörten wir von den Platzierungen der Teams: die Kickers belegten mit 47 Punkten den 9. Platz; mit 4 Zählern weniger erreichten die Koblenzer Rang 11.
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