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Sonne satt in Mainz - dies war allerdings auch das einzig positive an diesem Samstag Nachmittag. Alex
hatte sich alleine aufgemacht, um die Reaktion der Roten nach der
katastrophalen Leistung der Vorwoche live im Stadion zu beobachten.
Die
Anreise mit der DB ging fast störungsfrei über die Bühne und mit
lediglich 20 Minuten Verspätung erreichte der Zug Mainz, was aber
aufgrund der frühen Anreise nicht wirklich ins Gewicht fiel. Vor dem
Stadion noch kurz mit dem Kartenverkäufer aus dem Fanmag-Forum
getroffen und Geld gegen Karte getauscht (vielen Dank noch mal!) und
rein ins bekannte Stadion am Bruchweg. Vor dem Spiel gab es die übliche
Folter mit "lustiger" Karnevalsmusik, Gewinnspielen und sonstigen
unnützen Zeug, um die Zuschauer bei Laune zu halten.
Das Spiel selbst war dann ebenfalls grausam, auch wenn 96 die bessere von zwei schwachen Mannschaften war.
Der kicker verteilte die Spielnote 5 und äusser sich zum Spiel so:
Von
Beginn an hatte der FSV Mainz 05 große Probleme gegen die gut
gestaffelte Abwehr von Hannover ins Spiel zu kommen. Immer wieder
rannten sich die Klopp-Schützlinge fest, so dass es niemanden
verwunderte, dass Hannover 96 die erste echte Torchance hatte. Lala kam
im Strafraum der Mainzer frei zum Kopfball, doch FSV-Keeper Wetklo
konnte den Ball noch über die Latte lenken (8.).

Fünf Minuten später hatten die Gäste-Fans den Torschrei schon auf den
Lippen. Einen weiten Einwurf von Tarnat verlängerte Dabrowski mit dem
Kopf zu Brdaric. Der kam vor Wetklo frei zum Kopfball, setzte das
Sportgerät jedoch an die Latte.

Einen schweren Rückschlag mussten die Mainzer in der 19. Minute
wegstecken. Innenverteidiger Friedrich verletzte sich bei einer
Rettungsaktion ohne gegnerische Einwirkung. Eine erste Diagnose ergab
eine Hüft-Prellung. Weigelt ersetzte den Verteidiger.

Das Mainzer Offensiv-Spiel blieb über die gesamte erste Hälfte nur
Stückwerk und war von überflüssigen Abspielfehlern und vielen
Abseitsstellungen gekennzeichnet. Ein Kopfball von Casey in der 42.
Minute, der 96-Keeper Enke vor keine großen Probleme stellte, war noch
die beste Gelegenheit der Mainzer.

Anders Hannover 96: Einzig der glänzend aufgelegte Wetklo im Mainzer
Tor und die Abschlussschwäche der 96-Stürmer bewahrten den FSV vor
einem Rückstand vor der Pause.

So musste der Torwart der Mainzer in der 30. Minute gleich zwei Mal
eingreifen. Zunächst parierte er glänzend gegen einen Drehschuss von
Hashemian aus elf Metern. Sekunden später klärte Wetklo gegen den
Nachschuss von Brdaric mit einem Reflex zur Ecke.

Mit mehr Druck kam der FSV Mainz zur zweiten Hälfte und übernahm im
Mittelfeld sofort das Kommando. Doch an der gut stehenden Abwehr der
Hannoveraner bissen sich die Klopp-Schützlinge immer wieder die Zähne
aus. In der ersten Viertelstunde nach dem Wechsel war Enke im Tor von
96 trotz Mainzer Überlegenheit beschäftigungslos.

Aber auch Hannover 96 konnte sich zunächst in der zweiten Hälfte keine
Torchancen herausarbeiten, so dass das Spiel ereignislos vor sich hin
plätscherte.

Erst in der 72. Minute schaffte es Casey nach einem Steilpass von
Pekovic den ersten Torschuss in Hälfte zwei zu Stande zu bringen. Doch
sein Versuch von der linken Strafraumecke landete am Außennetz.

Zwei Minuten später erzielten die Hannoveraner fast die Führung.
Stajner hatte eine Ecke des eingewechselten Ricardo Sousa für
Merstesacker aufgelegt, doch dessen Kopfball aus vier Metern konnte
Wetklo von der Linie fausten.

Mit dieser Chance kam Hannover 96 besser ins Spiel und versuchte wieder
nach vorne zu spielen. In der 82. Minute hatten die Niedersachsen Pech,
als der gerade eingewechselte Delura eine Ecke von Stajner an den
Pfosten lenkte.

Doch beide Teams waren offenbar nicht im Stande, ein Tor zu erzielen,
so dass das 0:0-Endergebnis dem Spielverlauf entsprach.

Ein Punktgewinn der Hannover nicht zufrieden stellen wird, denn in
diesem Spiel wäre ein Sieg für die Niedersachsen möglich gewesen. Für
den FSV Mainz bedeutet der schmeichelhafte Punktgewinn zwar eine
Vergrößerung des Abstands auf den 16. Tabellenplatz auf zwei Punkte,
doch ein sicherer Tabellenplatz bleibt weiterhin in weiter Ferne.
Ohne Probleme ging es dann wieder mit dem Zug zurück
nach Remagen, wo ich um 20:00 Uhr mein wohlverdientes Abendbrot zu mir
nehmen konnte und mir den Kick abends im Sportstudio noch einmal
anschaute. Grausam...
Alles in allem eine
Tour der Leiden, aber immerhin scheint die Sonne in Mainz wenn Hannover
zu Gast ist; gegen Stuttgart wird es im Duell der Remiskönige wohl
ähnlich aufregend...
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