Ein insgesamt torreiches Wochenende der Fussball-Bundesliga mit insgesamt 29 Toren wurde am Freitag mit der Partie der Werksmannschaft von Bayer und Hannover 96 eingeläutet.
Treff der 96 KÖLSCHen war das Gaffel am Dom. Nach dem Verzehr einer
flotten Currywurst mit Pommes und frisch gezapftem Kölsch machten wir uns auf
den Weg zum Hauptbahnhof. Dort war aufgrund einer Demonstration gegen
Pro Köln einiges los, doch konnten wir ohne große Verzögerung unseren
Zug zur
weiten Anreise nach Leverkusen erreichen.
Nach ca. 16 Minuten Fahrtzeit dort angekommen, ging es ab "Leverkusen Mitte" wie gewohnt durch die
Grüne Lunge
der Stadt hin zur wohl größten Baustelle selbiger. Da wir es mit einem
Flutlichtspiel zu tun hatten, war die Kulisse schon von weitem erkennbar
und es wurde schnell klar, warum um das Stadionrund so viele Baukrähne
stehen. Erinnerungen an die alten
Zahnbürsten im Niedersachsenrund
kamen auf.
Vorbei am 2-stöckigen VIP-Zelt, welches laut Homepage des gastgebenden
Vereins extra im nahegelegenen Ulrich Haberland-Stadion errichtet
wurde, betraten wir unseren Teil der Baustelle und stellten uns auf die
jeweils freien Plätze vor festverschraubten Sitzplatzangeboten. Ich
hatte bislang nie verstanden warum im hiesigen Gästeblock Sitzplätze
angeboten wurden. Selbige wurden zumeisst eh nur als Standpunkterhöhung
genutzt.
Ein guter Blick aus einem mäßig gefüllten Stadion-Eck war sicher, die
Kontrahenten liefen ein und so mussten nur noch schnell Speis und Trank
organisiert werden, um die erste Halbzeit an diesem frisch kühlen
Herbstabend zu genießen.
Während der Bestellung alkoholhaltiger Hopfenkaltschalen (Wurde
aufgrund der widrigen Bedingungen etwa eine Ausnahme beim Ausschank
gemacht?), traf man bekannte Gesichter und das 0:1 wurde beim Smalltalk
mit dem Fanbeauftragten gemeinsam am Würstchenstand erlebt.
Dem frühen Gegentor von Herrn Rolfes folgte dann kurz nach meiner
Rückkehr in den Block das zweite Tor eines Nationalspielers gegen
unsere Nummer 1. So ging die Partie analog zum Spiel auf Schalke (1. Spieltag), gegen Stuttgart (3. Spieltag) oder auch gegen die Fohlen aus Gladbach (4. Spieltag) mit zwei Zählern auf Seiten der Heimmannschaft und nichts zählbarem auf Seiten der Gäste in die
Pause. Einzig der 2. Spieltag wurde gegen die Mannen aus der Lausitz mit null Treffern beiderseits pausiert und auch beendet.
Trotz meiner Erkältung harrte ich weiter aus und notierte noch die
Einwechslung von Frank Fahrenhorst für Valérien Ismaël, der einmal mehr
einem leidigen Knieschmerz nachgeben musste. Bezeichnenderweise war
diese Aktion auch eines der wenigen
Highlights, welche ich per
SMS an abwesende 96 KÖLSCHe auf Nachfrage - "Was soll das?" und "Was
spielen die da für ne Grütze? ..." - rausgeben konnte.
Hätten wir gewusst, was nun noch kommen sollte, wir hätten mit
Sicherheit Straßensperren errichtet, als um die Abwanderung des
Ex-Kölners Helmes in Richtung Leverkusen verhandelt wurde.
Es half nun alles nichts und die Vorstellung wurde von Helmes Treffern zwei und drei auf 4:0 fortgeführt. Somit sahen wir überdurchschnittlich viele Tore (errechneter Schnitt des Spieltages 3,22 pro Spiel), weshalb wohl auch die Dauergesänge am Zaun ihre Erklärung erhielten.
Halbwegs resigniert und um eine Erfahrung reicher nahm ich das Spiel so
hin und ließ mich noch zu zwei Kölsch im Peters Brauhaus animieren.
Summa summarum war der Abend kein schöner, aber wir hatten dennoch unseren Spaß:
So geht der Gereon der Gereon geht so ...